Jugendgewalt ist ein soziales, kein ethnisches Problem!
«Wenn ich die junge Generation anschaue, verzweifle ich an der Zukunft der Zivilisation», sagte Aristoteles einmal. Heute machen sich viele Menschen Sorgen um die junge Generation und sind verängstigt über deren Gewaltbereitschaft. Ich zweifle nicht an der Zukunft unserer Zivilisation, aber es muss dringend gehandelt werden, damit die heutige junge Generation eine Zukunft hat. Jugendgewalt ist kein neues Phänomen, da bin ich mir sicher, um aber das akute Problem mit gewaltbereiten Jugendlichen auf die Reihe zu kriegen, müssen die Ursachen erkannt werden. Dies hat die SP und in einem Grundlagenpapier wurde gestern ein Massnahmen-Mix vorgeschlagen, der, da bin ich überzeugt, wirken wird.
Und um folgendes klar zu stellen: Jugendgewalt ist kein ethnisches, sprich kein Ausländerproblem, sondern ein soziales Problem. Bei Jugendstrafurteilen ist es fifty-fifty zwischen ausländischen und schweizerischen Jugendlichen. Es ist also falsch, wenn die SVP immer behauptet, Jugendkriminalität sei ausschliesslich ein Ausländerproblem, das ist nicht wahr! Einfach alle kriminellen ausländischen Jugendlichen (wohlverstanden mitsamt der Familie) auszuschaffen und des Landes zu verweisen wie es die SVP fordert, ist ja wohl keine brauchbare Lösung! Es braucht eine Balance zwischen Prävention, Schutz und Intervention, Grenzen setzten und Selbstverantwortung stärken, ganzes Umfeld einbeziehen und für mich das wichtigste: Zukunftsperspektiven schaffen. Als Jugendrichterin weiss ich aus Erfahrung, dass die wenigsten Jugendlichen aus blosser Langeweile Gewalt anwenden. In den meisten Fällen sind es andere Gründe: Leistungsdruck zu Hause oder in der Schule/Ausbildung, Perspektivenlosigkeit oder Erfahrung von Gewalt in der eigenen Familie/im Umfeld. In diesen Bereichen muss angesetzt werden, und da ist an vorderster Front auch der Bund gefordert! Evi Allemann hat eine Motion an den Bundesrat vorbereitet in welcher sie eine nationale Konferenz gegen Jugendgewalt fordert. Ich bin gespannt, was der Bundesrat und die anderen Parteien dazu sagen!
Für einen Radiobeitrag habe ich gestern ein Interview mit SVP-Nationalrat Toni Brunner gemacht. Er findet den Vorschlag einer nationalen Jugendgewalt-Konferenz super, das Problem einmal zu diskutieren sei sicher nicht schlecht aber: die SP müsse endlich die Augen öffnen, Jugendgewalt sei nun einmal ein Ausländerproblem- da haben wir es wieder…
Und um folgendes klar zu stellen: Jugendgewalt ist kein ethnisches, sprich kein Ausländerproblem, sondern ein soziales Problem. Bei Jugendstrafurteilen ist es fifty-fifty zwischen ausländischen und schweizerischen Jugendlichen. Es ist also falsch, wenn die SVP immer behauptet, Jugendkriminalität sei ausschliesslich ein Ausländerproblem, das ist nicht wahr! Einfach alle kriminellen ausländischen Jugendlichen (wohlverstanden mitsamt der Familie) auszuschaffen und des Landes zu verweisen wie es die SVP fordert, ist ja wohl keine brauchbare Lösung! Es braucht eine Balance zwischen Prävention, Schutz und Intervention, Grenzen setzten und Selbstverantwortung stärken, ganzes Umfeld einbeziehen und für mich das wichtigste: Zukunftsperspektiven schaffen. Als Jugendrichterin weiss ich aus Erfahrung, dass die wenigsten Jugendlichen aus blosser Langeweile Gewalt anwenden. In den meisten Fällen sind es andere Gründe: Leistungsdruck zu Hause oder in der Schule/Ausbildung, Perspektivenlosigkeit oder Erfahrung von Gewalt in der eigenen Familie/im Umfeld. In diesen Bereichen muss angesetzt werden, und da ist an vorderster Front auch der Bund gefordert! Evi Allemann hat eine Motion an den Bundesrat vorbereitet in welcher sie eine nationale Konferenz gegen Jugendgewalt fordert. Ich bin gespannt, was der Bundesrat und die anderen Parteien dazu sagen!
Für einen Radiobeitrag habe ich gestern ein Interview mit SVP-Nationalrat Toni Brunner gemacht. Er findet den Vorschlag einer nationalen Jugendgewalt-Konferenz super, das Problem einmal zu diskutieren sei sicher nicht schlecht aber: die SP müsse endlich die Augen öffnen, Jugendgewalt sei nun einmal ein Ausländerproblem- da haben wir es wieder…
akkrem - Fr, 29. Jun, 15:09
1 Kommentar - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
Markus (Gast) - Di, 11. Sep, 19:54
Rechnen bitte
"Bei Jugendstrafurteilen ist es fifty-fifty zwischen ausländischen und schweizerischen Jugendlichen."
Das heisst wir haben 20% ausländische Jugendliche und die machen 50% der Straftaten? Für mich ist das überproportional Faktor 4 mehr Starftaten und nicht fifty-fifty. Sorry Rechnen war noch nie eine Stärke der SP
Das heisst wir haben 20% ausländische Jugendliche und die machen 50% der Straftaten? Für mich ist das überproportional Faktor 4 mehr Starftaten und nicht fifty-fifty. Sorry Rechnen war noch nie eine Stärke der SP
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